Rudolf von Tavel
(1866–1934)
Rudolf von Tavel (1866–1934) wird am 21. Dezember 1866 in eine Berner Patrizierfamilie hinein geboren. Nach dem Studium der Rechte in Lausanne, Leipzig und Berlin promoviert er 1891 in Heidelberg. Nach seiner Rückkehr nach Bern wirkt er von 1892 bis 1896 und erneut von 1905 bis 1915 als Redaktor beim «Berner Tagblatt».
Während knapp zehn Jahren, zwischen 1896 und 1905, ist Rudolf von Tavel auch als Direktionssekretär bei der Schweizerischen Mobiliarversicherung tätig. Auf der politischen Bühne vertritt er ab 1902 die Konservativen im Berner Stadtrat.
Verschiedene ehrenamtliche Engagements so für das Schweizerische Rote Kreuz, nach Kriegsende, 1919, als Präsident des Berner Komitees für die Aufnahme von kriegsversehrten Wiener Kindern oder als Präsident der Kirchverwaltungskommission sind ihm ein Herzensanliegen.
Seine Berufung indes ist das Schreiben. Nach ersten schriftstellerischen Versuchen gelingt ihm 1901 der Durchbruch mit der Erzählung Jä gäll, so geit’s. Seit 1920 lebt er als freier Schriftsteller in seinem Landhaus an der Schosshaldenstrasse 22 in Bern, wo im Laufe der Jahre ein reiches schriftstellerisches Werk vornehmlich im Bereich der Mundartliteratur entsteht. Im historischen Kontext der geistigen Landesverteidigung in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts trifft Tavel mit seinen Romanen und Erzählungen den Zeitgeschmack und erlebt mit seinen Romanen und Erzählungen eine grosse Verbreitung. Ab 1917 ist er zudem Mitbegründer und -herausgeber der Familienzeitschrift «Die Garbe».
Am 18. Oktober 1934 stirbt Rudolf von Tavel auf einer Zufahrt von Chexbres nach Bern.
Informieren Sie sich über das Leben von Rudolf von Tavel:
- In der kürzlich erschienen Monographie, die als Heft Nr. 2/2025 in der Reihe der Berner Zeitschrift für Geschichte publiziert ist. Sie kann über den folgenden Link bestellt werden: BEZG-Online | Berner Zeitschrift für Geschichte
- In der Stiftungspublikation «Bim Wort gnoh» von Konrad Tobler
- Auf dem Wikipedia Eintrag zu Rudolf von Tavel